Chronik der Schlaraffia Sugambria

Uhufinsternis entlang des rechten Rheinufers zwischen Düsseldorf und Limburg sowie die Tatsache, dass viele Schlaraffen profanbedingt einen Wohnsitz in der Umgebung der trutzigen Benediktiner Abtei gefunden hatten, gaben den Anlass dazu, dem Uhu eine neue Heimstätte in der Geburtsstadt des Komponisten Engelbert Humperdinck (ES Spielmann) und Kreisstadt Siegburg zu schaffen. Für diese Idee warb bereits a.U. 117 der Rt. Homer, Kantzler des hohen Reyches Castrum Bonnense, mit großer Beharrlichkeit.

Dem Urheber der Idee sowie den künftigen Gründungsrittern qbi (54), Laternus (193) und Balachso-laut (353) gelang es mit unermüdlicher Überzeugungs-und Tatkraft sowie unerschütterlichem Optimismus allmählich 15 Ritter aus 12 Reychen und 5 – von der schlaraffischen Idee begeisterten – Profane zu einem stattlichen Stammtisch zu vereinen. Am 2ten im Lenzmond a.U.120 erklärt das Florestanreych sein Einverständnis, die junge Gemeinschaft fürderhin zu betreuen. Der Allschlaraffenrat genehmigt die Bildung eines Feldlagers in Siegburg am 9ten im Wonnemond a.U.122. Das Uhunest erhält einen Namen aus der rheinischen Geschichte. Da die Gemarkungen des künftigen Reyches mit dem Siedlungsgebiet des vor 2000 Jahren dort lebenden Germanenstammes „Sugambrer“ weitgehend identisch ist, kommt eine Einigung auf den Namen „Sugambria“ schnell zustande.

Am 28ten im Ostermond a.U. 125 celebriert das Mutterreych Castrum Bonnense gar feyerlich die Coloneyerhebung. Bereits 18 Monde später – am 26ten im Lethemond a.U.126 – vollzieht ASR Rt Arborelli (339) den Sanktionsakt im Ratsaal von Sankt Augustin. 300 Recken mit ihren Burgfrauen aus 70 Reychen und einigen Colonien jubeln den 38 Sassen in ihren blau-gelb-roten Rüstungen zu.

Natürlich liegt einem jungen Reych besonders am Herzen, die schlaraffischen Ideale mit Leben zu erfüllen. Viele Sippungen werden nun den Ehrenschlaraffen Allschlaraffias, der Tradtionspflege sowie nonchalanter Geselligkeit und herzlicher Gastfreundschaft gewidmet. Der Schalk stand Pate bei der Erkürung des ES Anonymus, des bislang unbekannten und genialen Schöpfers unzähliger Werke aller Kunstrichtungen und entfernter Vorfahre des Otto Bögeholz. Mit der Wahl des ES Karlchen Grips – Kurt Tucholsky –, dem geistreichen und mutigen Zeitkritiker der 20er Jahre, wurde eine Brücke in die neuere Zeit geschlagen. Die Musikalität des Reyches kommt symbolisch zum Ausdruck im Namen des Domizils “ Spielmannsburg “ und offenbart sich weiterhin in jährlichen Turneys um den Musifroh-Humpen mit dem Thema „ Evergreens “, der Komposition eigner Klänge zur Begrüßung der Gastrecken, als Bettelklang oder aus Anlass des regelmäßig abgehaltenen Thing, das zu Ehren des tapferen Sugambrer-Fürsten Sigi veranstaltet wird. Der von Ritter Artimus wieder gefundene Nachfahre, Siggi der Sugambrersproß ruft alle 2 Jahre die Recken zum Wettstreit um das Goldene Met-Horn. Die Sugratussy, eine von Rt.Don Migrando entdeckte Dichterin, die erstmals Stab-und Endreim miteinander verband, trägt zu diesem Geschehen Verse über sugambrisches Stammesleben bei. Die Sassen sind stolz auf die Ritter Bedacht, I-Jazz, Schah-Mula, Scribél und Ehenergie, die nunmehr auf eine 40jährige Zugehörigkeit zu Allschlaraffia in verschiedenen Reychen zurückblicken können.

Noch zu Beginn der Reychsgründung wurden Kontakte zu den im Verborgenen sippenden Ostreychen geknüpft, die bis heute Bestand haben. Der aus den Wirren des Zeitgeschehens gerettete Nachlass der erloschenen Ysenaha (243), mit dem vor Kurzem restaurierten Banner, bildet den Grundstock der von ErbO Rt Bedacht bislang organisierten 20 Wartburgritter-Sippungen, die auch das Gedenken an die erloschenen Reyche ostwärts des Elbestroms einschließen. Sichtbare Zeichen dieser Reyche lassen sich u.a. in der Stiftung “ Willekum im Uhuversum “ unseres Rt Malphistor sowie der Ahnen-und Ordenssammlung des Rt Immens bewundern. Der Titul “in memoriam Wartburg“ belegt das Erinnern an Vergangenes, dem sich die Sassen verpflichtet fühlen, ohne jedoch mit dem Blick in die Zukunft, die Pflege des köstlichen Gutes Schlaraffentum zu vernachlässigen.





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